Erschöpfungsdepression: Wenn das Funktionieren die ganze Kraft kostet 

Autorin: Kathleen Kunze | Aktualisiert: Januar 2026

Das wichtigste in Kürze

Erschöpfungsdepression

ist behandelbar – durch Körperarbeit, Gespräche und Alltagsstruktur.¹

Klassische Ratschläge

(„Geh mal raus“) greifen nicht, weil die Energie bereits aufgebraucht ist.

In meiner Praxis

in Seewald erhalten Sie zeitnahe, traumasensible Begleitung ohne monatelange Wartezeiten.

Der erste Schritt muss nicht groß sein – er muss nur Ihrer sein. 

Wenn Sie nur noch funktionieren –
aber innerlich leer sind

Ein Zustand großer Erschöpfung mit  gedrückter Stimmung und Antriebslosigkeit – oft nach langer Überlastung.  
Der Körper schaltet in einen biologischen „Energiesparmodus“, der sich wie innere Leere anfühlt. 

Erschöpfungsdepression fühlt sich anders an als „klassische“ Traurigkeit: Sie funktionieren weiter – Meetings, Haushalt, Kindergeburtstage – aber abends fragen Sie sich: Wofür das alles? 
Der Tank ist nicht nur leer. Er fühlt sich an, als wäre da gar kein Tank mehr. 
Dieser Zustand hat nichts mit Schwäche zu tun. Ihr Körper macht genau das, wofür er gebaut wurde: Er schützt Sie vor weiterer Überlastung, indem er herunterfährt.¹ 
Als Heilpraktikerin für Psychotherapie in Seewald begleite ich Menschen im Nordschwarzwald dabei, aus diesem Kreislauf auszusteigen – körperorientiert, in Ihrem Tempo und ohne monatelange Wartezeiten. 

Ruhiger Waldweg im Schwarzwald bei Seewald – ein Bild für den ersten Schritt bei Erschöpfungsdepression
Ruhiger Waldweg im Schwarzwald bei Seewald – ein Bild für den ersten Schritt bei Erschöpfungsdepression 

Wegweiser: Wo stehen Sie gerade?

Nicht jeder Weg passt für jeden Moment. Wählen Sie den Impuls, der sich jetzt stimmig anfühlt – ohne Druck, ohne Reihenfolge.

Kirche im Nordschwarzwald bei Seewald im Morgennebel – ein Bild für Hoffnung und Orientierung bei der Frage was tun bei Depressionen
Auch wenn der Nebel dicht ist – er lichtet sich.

Emotionale Erschöpfung

„Ich funktioniere noch – aber innerlich ist alles leer. Schon das Aufstehen kostet Kraft. Und ich weiß nicht mehr, wie lange ich das noch schaffe.“

Vielleicht erkennen Sie sich darin wieder.
Emotionale Erschöpfung zeigt sich oft leise: als bleierne Müdigkeit, Entscheidungsunfähigkeit oder das Gefühl, nur noch zu funktionieren. Nicht faul. Nicht schwach. Sondern überlastet.

Was bei Erschöpfungsdepression im Körper passiert

Sie sind nicht „zu schwach“.
Biologisch ist Erschöpfungsdepression oft eine Schutzreaktion: Wenn der Körper zu lange auf „Durchhalten“ geschaltet war, fährt er herunter.⁴ 
Das fühlt sich an wie innere Leere – oder emotionale Taubheit. 

„Ich habe jahrelang alles gegeben – für die Kinder, den Job, alle anderen. Irgendwann war der Tank einfach leer.
Nicht leer wie müde. Leer wie: Da ist nichts mehr.“ 

Das Problem: Dieser Schutzmodus wird selbst zur Belastung. Wie die Polyvagaltheorie erklärt, steckt Ihr Nervensystem im „Energiesparmodus“ fest. 

Sie sind nicht allein – die Zahlen

„Warum schaffen es alle anderen?“ – Die Wahrheit: Sie schaffen es auch nicht alle.  
Rund 5,3 Millionen Erwachsene in Deutschland erleben jährlich eine depressive Episode.¹ Frauen sind doppelt so häufig betroffen. Und nur 19 % nehmen professionelle Hilfe in Anspruch – obwohl Behandlung bei der Mehrheit zu deutlicher Besserung führt. 
Depression ist häufig. Und behandelbar. 

Depression in Deutschland:

Erwachsene erleben jährlich eine depressive Episode

≈ 8% der Bevölkerung

Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer

Hormonelle & soziale Faktoren

nehmen professionelle Hilfe in Anspruch

Obwohl Behandlung wirkt

Die Behandlungslücke:
19%
Erhalten Hilfe
81% ohne professionelle Unterstützung

Quelle: S3-Leitlinie/NVL Unipolare Depression, DGPPN 2022⁶

Warum fühlt sich Depression morgens schlimmer an?

Viele Betroffene berichten: Die ersten Stunden nach dem Aufwachen sind die schwersten. Das hat biologische Gründe – Cortisol, das Stresshormon, erreicht morgens seinen Höhepunkt. 

Körperliche Erschöpfung bei Depression:  
Bleierne Müdigkeit trotz Schlaf,  
Kopfschmerzen ohne Ursache,  
Verdauungsprobleme – der Körper spricht, wenn die Seele überlastet ist. 

Mein Ansatz: Warum Reden allein bei Erschöpfungsdepression nicht reicht?

Ganzheitlicher Ansatz: Bei Erschöpfungsdepression reicht Gesprächstherapie allein oft nicht – weil der Körper im biologischen Schutzmodus feststeckt. Deshalb kombiniere ich vier evidenzbasierte Bausteine.²

Die Energieräuber stoppen (Systemische Therapie) 

Oft liegt die Ursache nicht in Ihnen, sondern in den Rollen, die Sie spielen müssen. Wir decken auf, welche Muster Ihre Kraft binden – und aktivieren Ihre Ressourcen neu. 

Den Körper messbar entlasten (Biofeedback)

Wenn der Körper im „Not-Aus“ feststeckt, helfen Worte allein nicht. Mit Biofeedback machen wir Ihre **körperliche Erschöpfung** sichtbar – und regulieren Ihr Nervensystem direkt. Das ist oft die „Starthilfe“ für alles Weitere.⁴ 

Alte Wunden sicher versorgen (PITT®)

Viele Depressionen wurzeln in frühen Verletzungen. Mit der PITT®-Methode lernen Sie, diese sicher zu integrieren
– ohne davon überwältigt zu werden. 

Dem inneren Kritiker die Macht nehmen

Die strenge Stimme in Ihrem Kopf, die Sie antreibt und abwertet – wir entlarven sie. Nicht um Gedanken zu „korrigieren“, sondern um eine freundlichere Haltung zu sich selbst zu entwickeln.² 

Ruhiger Waldweg bei Kloster Reichenbach im Schwarzwald – Symbol für den therapeutischen Weg bei Erschöpfungsdepression
 Der Weg zurück zur Kraft beginnt mit Entlastung. 

Sie müssen da nicht alleine durch. Erschöpfungsdepression ist behandelbar – und wir finden gemeinsam heraus, welcher Baustein Ihnen jetzt am meisten hilft.

Frühwarnzeichen erkennen – Rückfälle verhindern

Wer seine persönlichen Warnsignale kennt, kann früh gegensteuern – bevor der Abwärtstrend Fahrt aufnimmt.³

Ruhiger See mit kleiner Holzbrücke im Schwarzwald – achtsam bleiben und Frühwarnzeichen erkennen bei der Frage was hilft wirklich bei Depression
Frühwarnzeichen erkennen – innehalten, bevor die Erschöpfung tiefer wird.

Frühwarnzeichen erkennen ist erlernbar. In meiner Praxis entwickeln wir gemeinsam Ihren persönlichen Rückfallschutz – konkret, und auf Sie abgestimmt.

Typische Frühwarnzeichen bei Erschöpfungsdepression

Die Signale sind oft leise – sie schleichen sich ein, bevor die eigentliche Schwere kommt: 

Schlafveränderungen:

Sie wachen nachts auf oder schlafen viel mehr – und fühlen sich trotzdem nicht erholt.

Sozialer Rückzug:

Einladungen werden abgesagt. Telefonate fühlen sich anstrengend an.

Der innere Kritiker 

wird lauter: Gedanken wie „Ich schaffe das nicht“ tauchen häufiger auf.

Körperliche Signale: 

Kopfschmerzen, Verspannungen, Verdauungsprobleme – ohne erkennbare Ursache.

Verlust kleiner Freuden:

Der Kaffee schmeckt nicht mehr. Die Lieblingsserie langweilt. 
Wenn mehrere dieser Zeichen zusammenkommen, ist es Zeit zu handeln – nicht zu warten. 

Alltagstipps bei Erschöpfungsdepression – wenn selbst kleine Schritte schwer fallen

Alltagstipps

Keine To-do-Liste, sondern sanfte Impulse. Wählen Sie nur das, was sich heute machbar anfühlt – ein kleiner Schritt genügt. 
Wenn jeder Tag zur Herausforderung wird, sind große Pläne oft überwältigend. In solchen Phasen liegt die Stärke nicht im großen Wurf, sondern im kleinen Schritt. 

„An manchen Tagen ist mein einziger Erfolg, dass ich geduscht habe. Und das ist okay.“ 

Ich habe praktische Impulse für genau solche Tage zusammengestellt – als sanfte Stütze, nicht als weitere Pflichtübung. 

Alltagstipps als PDF – kostenlos und sofort verfügbar. Mikro-Schritte, Körperübungen, Gedanken-Stopp-Techniken für Tage, an denen alles schwer fällt. 

Tasse Früchtetee im sonnigen Garten – kleine Pausen als Alltagstipp bei Erschöpfungsdepression
Kleine Pausen im Alltag – Mikro-Schritte gegen emotionale Erschöpfung.

Häufige Fragen – ehrlich beantwortet

Wie lange dauert eine Therapie bei Erschöpfungsdepression wirklich?

Erste Entlastung ist oft nach 8–10 Sitzungen spürbar. Tiefgreifende Veränderung braucht meist 20–40 Sitzungen. Bei traumabedingter Erschöpfungsdepression kann es länger dauern – dafür nachhaltiger.Form 

Was ist der Unterschied zwischen Burnout und Erschöpfungsdepression? 

Die Grenzen sind fließend. Burnout beschreibt meist arbeitsbezogene Erschöpfung, Erschöpfungsdepression geht tiefer: Antriebslosigkeit, innere Leere und Hoffnungslosigkeit prägen den gesamten Alltag – nicht nur den Job. Im Zweifelsfall hilft ein Gespräch in meiner Praxis.Form 

Brauche ich eine Überweisung vom Hausarzt?

Nein. Als systemische Therapeutin arbeite ich in einer Privatpraxis. Vorteile: Keine Wartezeit, keine Dokumentation in der Patientenakte (relevant für Verbeamtung, Versicherungen). Sie können direkt einen Termin vereinbaren.Form 

Was, wenn ich wegen meiner Erschöpfungsdepression kaum aus dem Haus komme?

Das ist häufiger, als Sie denken. Telefonische Erstkontakte sind möglich. Manchmal hilft ein fester Termin als „Anker“ – Sie wären überrascht, wie viele es dann doch schaffen.Form 

Kann ich Therapie und Antidepressiva kombinieren? 

Ja, oft ist das sogar sinnvoll. Medikamente können die Voraussetzung schaffen, dass Therapie überhaupt wirken kann. Die Entscheidung treffen Sie mit Ihrem Arzt – ich begleite den Prozess therapeutisch.Form 

Ist Erschöpfungsdepression heilbar?

Erschöpfungsdepression ist behandelbar. Viele Menschen erreichen vollständige Remission – besonders wenn Körper und Psyche gemeinsam behandelt werden. Andere lernen, Frühwarnzeichen zu erkennen und Rückfälle zu verhindern. Beides ist ein Erfolg.Form 
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?  
Ich rechne privat ab. Gesetzliche Kassen übernehmen die Kosten in der Regel nicht. Private Kassen und Zusatzversicherungen oft teilweise – fragen Sie vorher bei Ihrer Versicherung nach. Vorteil: Keine Wartezeit, keine Diagnose in Ihrer Akte. 

Sie haben bis hierher gelesen – das zeigt, dass Sie bereit sind für eine Veränderung. Erschöpfungsdepression ist behandelbar. Und Sie müssen den Weg nicht alleine gehen.  

Kathleen Kunze
Dipl. Soz.-Päd. & HP Psychotherapie Ausgebildete Traumatherapeutin

Online-Begleitung & Praxis vor Ort

Zertifizierte Fachexpertise
  • Traumatherapie: PITT©-Zertifizierung für Bindungs- und Entwicklungstrauma (ausgebildet direkt bei Prof. Dr. Luise Reddemann).
  • Systemische Therapie: DGSF-zertifizierte Therapeutin.
  • Mitgliedschaften: Deutsche Gesellschaft für Biofeedback e.V. & DGSF
Mein Fokus & besondere Erfahrung
  • Themen: Begleitung bei Ängsten, Depressionen, Trauma und Fibromyalgie.
    Ansatz: Mit fachlicher Tiefe und eigener Erfahrung vom Überleben zurück ins Leben finden.
  • Ansatz: Mit fachlicher Tiefe und eigener Erfahrung vom Überleben zurück ins Leben finden.
Erreichbarkeit
  • Praxis vor Ort: Seewald-Schernbach (Region Freudenstadt, Nagold, Horb).
  • Online-Therapie: Professionelle Video-Sitzungen für den gesamten deutschsprachigen Raum.

4,9 von 5 Sternen bei mehr als
70 Bewertungen auf Jameda und Google