Angst überwinden – Hilfe bei Panik & Angststörung im Raum Freudenstadt

Autorin: Diplom-Sozialpädagogin, Heilpraktikerin für Psychotherapie & Traumatherapeutin Kathleen Kunze Über mich
Aktualisiert: Juni 2026

Das wichtigste vorab

Angst überwinden:

Sie müssen vorab keine Fragebögen ausfüllen oder Unterlagen mitbringen. Im ersten Schritt geht es darum, dass Ihr Nervensystem in der ruhigen Atmosphäre der Praxis in Seewald-Schernbach Sicherheit wahrnehmen kann.

Kein Defekt:

Angst überwinden lernen, denn Angst ist meist eine übersteuerte Schutzreaktion Ihres Nervensystems – kein Zeichen von Schwäche.

Differenzierte Hilfe:

Ob plötzliche Panikattacke, Sorgenkreisen, Gesundheitsangst oder körperliche Daueranspannung – wir finden Ihren individuellen Weg.

Ihre Expertin vor Ort:

Kathleen Kunze, Heilpraktikerin für Psychotherapie (DGSF-zertifiziert), PITT®-Traumatherapeutin, Seewald-Schernbach – 20 Min. von Freudenstadt, 40 Min. von Nagold.

Zeitnah:

In der Regel ein Erstgespräch innerhalb von 14 Tagen.

Kennen Sie das: Sie sitzen sicher auf dem Sofa – aber Ihr Herz hämmert, als stünde ein Tiger im Raum.
Der Atem wird flach, die Gedanken überschlagen sich.

Ein Teil von Ihnen fragt:
„Werde ich gerade verrückt?“ „Was passiert gerade mit mir?“ Nein. 

Was Sie erleben, ist die uralte Alarmanlage Ihres Körpers – nur ist sie zu empfindlich eingestellt. 
In meiner Praxis in Seewald begegnen wir Angst nicht mit Druck, sondern mit Verständnis für das Nervensystem, für den Körper und für Ihre persönliche Geschichte.  
Angststörungen gehören zu den häufigen psychischen Belastungen und sind in vielen Fällen gut behandelbar. 

Sie müssen damit nicht allein bleiben. 

Warum wir Angst spüren – der Blick auf das Nervensystem

Definition: Angst ist die Aktivierung des Sympathikus (Kampf-oder-Flucht-Modus). Bei einer Angststörung
schlägt dieser Schutzmechanismus zu oft und zu stark an – auch ohne reale Gefahr. Das Ziel der Therapie ist nicht,
Angst zu eliminieren, sondern die Regulationsfähigkeit des Vagusnervs wiederherzustellen. 
Quelle: DGPPN Basisdaten 2024 

Ihr Körper macht nichts falsch – er versucht, Sie zu schützen. Nur ist der Rauchmelder in Ihrem Gehirn (die Amygdala) zu empfindlich eingestellt. Er schlägt Alarm, wenn nur Toast verbrennt. 

Adrenalin und Cortisol fluten innerhalb von Sekunden den Körper. Diese Stresshormone verändern die Atmung, Muskelspannung, Herzschlag und Aufmerksamkeit. Das ist biologisch sinnvoll, wenn tatsächlich Gefahr besteht – aber sehr belastend, wenn es an der Supermarktkasse in Freudenstadt, beim Autofahren oder abends auf dem Sofa passiert. 

Mein Ziel in der Therapie ist deshalb nicht: „Sie dürfen nie wieder Angst fühlen.“ Mein Ziel ist: Ihr System soll wieder unterscheiden können zwischen Belastung und Bedrohung, zwischen Anspannung und echter Gefahr. 

Angst in Zahlen – Sie sind nicht allein

Epidemiologische Studien zeigen: Etwa 15,3 % der Erwachsenen in Deutschland erfüllen innerhalb eines Jahres die Kriterien für eine Angststörung – das sind hochgerechnet rund 10 Millionen Menschen in jedem Jahr. 

Das bedeutet: Auch wenn sich Angst sehr einsam anfühlen kann, sind Sie mit diesem Erleben nicht allein. Viele Menschen arbeiten nach außen weiter – und leiden innerlich trotzdem unter Panik, Unruhe, Vermeidung oder ständiger Alarmbereitschaft.  

Statistisch gesehen sitzen Sie in einem voll besetzten Stadion von Mitbetroffenen – aber kaum jemand spricht offen darüber. 

Häufigkeit von Angststörungen in Deutschland: Spezifische Phobien 10,3 %, Agoraphobie 4,0 %, Soziale Angst 2,8 %, Generalisierte Angst 2,2 %, Panikstörung 2,0 %.
Quelle: RKI/DGPPN (2024/2025) – Auch wenn es sich einsam anfühlt: Statistisch gesehen sitzen Sie in einem voll besetzten Stadion.

Wann ist es mehr als normaler Stress? – Ein Orientierungsrahmen

Orientierung: Normale Angst tritt in einer nachvollziehbaren Belastungssituation auf und klingt danach meist wieder ab.
Von einer Angststörung sprechen wir, wenn die Angst dauerhaft, unverhältnismäßig oder ohne ausreichenden Anlass auftritt,
sich schlecht selbst regulieren lässt und Ihren Alltag spürbar einschränkt. 

Zahnarzt: Normale Angst – Sie zittern im Wartezimmer, danach entspannt. Problematische Angst – Sie meiden den Zahnarzt seit drei Jahren, obwohl ein Zahn schmerzt.  
Supermarkt: Normale Angst – genervt von den vollen Gängen. Problematische Angst – Sie kaufen nur noch online wegen Panik vor Warteschlangen an der Kasse.  
Vortrag: Normale Angst -Herzklopfen, das nach ein paar Minuten nachlässt. Problematische Angst – Sie lehnen Aufgaben ab, um nie sprechen zu müssen.  
Das Schlüsselsignal: Sie beginnen, Lebensbereiche zu meiden – und Ihr Radius wird kleiner.  

„Ich wusste lange nicht, ob das normal ist oder nicht. Erst als mir klar wurde,
dass ich meinen Wochenmarkt in Freudenstadt zu meiden begann, habe ich Hilfe gesucht.“
– Klientin aus der Region 

Angst kommt selten allein – was wir mitdenken

Angst tritt oft nicht isoliert auf. Häufig spielen weitere Belastungsfaktoren mit hinein – zum Beispiel depressive Erschöpfung, chronischer Stress, hohe Reizempfindlichkeit, körperliche Erkrankungen oder alte Beziehungserfahrungen, die das Sicherheitsgefühl geprägt haben.  

  • ADHS & Autismus: Wenn das Gehirn Reize ungefiltert aufnimmt (Reizoffenheit), ist das System schneller im Überlastungsmodus. Angst ist hier oft die Folge einer permanenten kognitiven Überforderung. 
  • Depression: Chronische Angst erschöpft das System so sehr, dass es irgendwann in einen „Shutdown“ (Depression) kippt, um Energie zu sparen. 
  • Physische Erkrankungen: Schilddrüsenfunktionsstörungen oder Herz-Kreislauf-Themen können Angstsymptome imitieren oder verstärken. 

Deshalb  behandele nicht nur das Symptom „Angst“, sondern ich schaue mit Ihnen auf  das Gesamtbild. Was überlastet Ihr System? Was hält die Angst aufrecht? Was hilft kurzfristig – und was braucht es langfristig? 

Ängste auflösen in wenigen Minuten – was stimmt daran?

Viele Menschen wünschen sich eine schnelle Lösung, besonders nach heftigen Panikmomenten. Und ja: Atemtechniken, Erdung oder Regulation über den Körper können eine akute Angstwelle oft spürbar abschwächen.  

Was sie in der Regel nicht leisten: Die gesamte Ursache in wenigen Minuten dauerhaft auflösen. Seriöse Hilfe verspricht deshalb nicht Zauber, sondern nachvollziehbare Schritte – zuerst Stabilisierung, dann Verstehen, dann Veränderung. 

Warum zittere ich und warum wird mir schwindelig? Die Logik der Symptome 

Wenn Ihr Sympathikus feuert, zentralisiert der Körper das Blut blitzartig in den großen Muskelgruppen (Oberschenkel, Oberarme), um Sie auf Flucht oder Kampf vorzubereiten.  

Die logische Folge: In den Extremitäten und im Gehirn kommt kurzfristig weniger Blut an. Das sorgt für das typische Kribbeln in den Händen, weiche Knie und das Gefühl von Schwindel.  

Das Zittern nach oder während einer Panikattacke ist nichts anderes als überschüssige motorische Energie, die Ihr Körper entladen muss. Es ist kein Zeichen für einen drohenden Kollaps, sondern ist das biologische Entlastungs-Signal Ihres Systems. 

Weil Angst nicht nur im Denken stattfindet. Wenn Ihr Nervensystem bereits Alarm meldet, reichen Vernunft oder Durchhalteparolen meist nicht aus. Dann braucht es andere Zugänge: Sicherheit, Atem, Körperwahrnehmung, Orientierung und eine therapeutische Beziehung, in der Druck nicht noch mehr Druck erzeugt.  

Unbehandelte Angst verstärkt sich häufig über Vermeidung. Je mehr Sie vermeiden, desto mehr Situationen können irgendwann gefährlich werden. Dazu kommen oft Schlafprobleme, Erschöpfung, Grübeln, Rückzug oder körperliche Daueranspannung. 
Frühzeitige Behandlung ist leichter als spätere. 

Auf einen Blick: 

Angst ist eine biologische Schutzreaktion, kein Defekt.
Bei einer Angststörung ist der „Rauchmelder“ zu empfindlich – das lässt sich verändern.
Ihr Nervensystem kann Sicherheit neu lernen. 

Wegweiser: Welche Form der Angst betrifft Sie?

Kurz erklärt: Angst zeigt sich in unterschiedlichen Gesichtern – als plötzliche Panikattacke,
als chronisches Sorgenkreisen, als körperliche Symptome ohne Befund, als Gesundheitsangst. Die Form bestimmt den Weg. 

Finden Sie in 30 Sekunden, welches Symptom Sie am stärksten beunruhigt. 
Der Symptom-Wegweiser unten erklärt Ihnen in verständlicher Sprache, was in Ihrem Körper passiert. 

Herzrasen, Schwindel, Zittern, Atemnot – was passiert eigentlich in Ihrem Körper? Klicken Sie auf eine Körperregion und verstehen Sie in zwei Sätzen, was Ihr Nervensystem Ihnen mitteilt. 

Kein interaktives Display?  
Hier finden Sie eine kompakte, barrierearme Übersicht über häufige körperliche Angstreaktionen. 

Herzrasen (Tachykardie): Das Gefühl, das Herz hämmert bis zum Hals. Dahinter steckt das Hormon Adrenalin, welches das Herz im Alarmzustand schneller schlagen lässt. 
Herzstolpern (Extrasystolen): Es fühlt sich an, als würde das Herz kurz aussetzen. Die Ursache liegt im vegetativen Nervensystem, das den Rhythmus temporär durcheinanderbringt. 
Brustenge (Thoraxschmerz): Ein Engegefühl wie ein enger Gürtel um die Brust. Ausgelöst wird dies durch die unbewusste Anspannung der Atem- und Zwischenrippenmuskulatur. 
Kalte Hände (Vasokonstriktion): Hände und Füße fühlen sich an wie Eis. Das Blut wird in einer Bedrohungssituation evolutionär bedingt in die großen Muskelgruppen umgeleitet. 
Hitzewallungen (Flush): Eine plötzliche Hitzewelle im Körper. Stresshormone sorgen für eine kurzzeitige Weitung der peripheren Blutgefäße. 
Schwindel (Vertigo): Das Gefühl, auf extrem wackeligen Beinen zu stehen. Ursächlich sind akute Blutdruckschwankungen und eine reflektorische Nackenverspannung. 

Benommenheit (Dissoziation): Alles wirkt wie durch Watte oder stark gedämpft. Das Gehirn schützt sich durch diesen Mechanismus vor einer drohenden Reizüberflutung. 
Unwirklichkeit (Derealisation): Die Umgebung wird wie in einem Traum oder einem Film wahrgenommen. Ein neurobiologischer Schutzmechanismus bei Überlastung. 
Kopfschmerzen (Spannungskopfschmerz): Ein dumpfer, drückender Schmerz, der meist vom Nacken her aufsteigt. Verursacht durch chronische Muskelverspannungen. 
Brain Fog (Kognitive Dysfunktion): Man kann keinen klaren Gedanken fassen. Das Gehirn ist blockiert, weil das Angstzentrum vollständig mit dem Gefahren-Scan beschäftigt ist. 
Kribbeln (Parästhesien): Hände, Füße oder das Gesicht fühlen sich wie eingeschlafen an. Entsteht durch unbewusste Hyperventilation, die den CO2-Spiegel im Blut verändert. 
Tinnitus (Tinnitus): Ein plötzliches Pfeifen, Fiepen oder Rauschen im Ohr. Stress beeinflusst die Durchblutung und die Nervenaktivität im Innenohr. 

Kurzatmigkeit (Dyspnoe): Das Gefühl, nicht tief genug einatmen zu können. Das Zwerchfell und die obere Atemmuskulatur sind durch den Stressmodus blockiert. 
Lufthunger (Air Hunger): Das ständige Bedürfnis, nach Luft zu schnappen. Das Gehirn interpretiert die muskuläre Enge im Brustkorb fälschlicherweise als Erstickungsgefahr. 
Kloß im Hals (Globusgefühl): Ein Engegefühl im Hals, als befände sich dort ein Fremdkörper. Verursacht durch eine stressbedingte Verkrampfung der Rachenmuskulatur. 
Schluckbeschwerden (Dysphagie): Das Gefühl, das Schlucken plötzlich verlernt zu haben. Die hypertone Halsmuskulatur stört den automatischen Schluckreflex. 
Hyperventilation (Hyperventilation): Eine viel zu schnelle und flache Atmung. Diese unbewusste Beschleunigung senkt die Kohlendioxid-Konzentration im Blutkreislauf. 

Übelkeit (Nausea): Eine unterschwellige Übelkeit ohne tatsächliches Erbrechen. Die gesamte Verdauungstätigkeit wird im physiologischen Alarmzustand sofort heruntergefahren. 
Magenschmerzen (Dyspepsie): Ein drückender, krampfartiger Schmerz im Oberbauch. Stresshormone erhöhen akut die Produktion von Magensäure. 
Durchfall (Reizdarm): Plötzlicher, massiver Stuhldrang bei Stress. Der Körper versucht, unnötigen Ballast abzuwerfen, um Energie für die Flucht freizusetzen. 
Appetitlosigkeit (Anorexie): Absolutes Fehlen von Hunger, man muss sich zum Essen zwingen. Die Appetitregulation wird bei Angst zugunsten des Überlebensmodus unterdrückt. 
Blähungen (Meteorismus): Der Bauch ist ständig schmerzhaft aufgebläht. Akuter Stress verändert die Darmbewegung (Peristaltik) und beeinflusst das Mikrobiom. 

Verspannungen (Muskelhartspann): Nacken, Schultern und Rücken fühlen sich steinhart an. Der Körper verbleibt in einer ständigen, unbewussten Kampf-Bereitschaft. 
Zittern (Tremor): Die Hände oder der gesamte Körper beginnen zu zittern. Auf diese Weise baut der Organismus überschüssige motorische Energie und Adrenalin ab. 
Wackelige Beine (Funktionelle Schwäche): Die Beine fühlen sich weich wie Gummi an. Eine Folge der extremen Ausschüttung von Stresshormonen und der dauerhaften Muskelanspannung. 
Muskelzucken (Faszikulationen): Ein unkontrolliertes, feines Zucken, beispielsweise am Augenlid. Überreizte motorische Nervenbahnen entladen sich spontan. 
Kieferschmerzen (Bruxismus): Unbewusstes, nächtliches Zusammenbeißen der Zähne oder Zähneknirschen. Die psychische Anspannung wird mechanisch über das Kiefergelenk abgebaut. 

Erschöpfung (Fatigue): Eine bleierne, chronische Müdigkeit trotz ausreichendem Schlaf. Der dauerhafte biologische Alarmzustand verbraucht enorme Energiereserven. 
Alarmbereitschaft (Hypervigilanz): Das Gefühl, ständig auf dem Sprung zu sein. Das Angstzentrum im Gehirn (Amygdala) ist permanent überaktiv. 
Reizbarkeit (Neurasthenie): Kleinigkeiten bringen einen sofort auf die Palme. Das Nervensystem ist chronisch überreizt und verfügt über keinerlei emotionalen Puffer mehr. 
Trockener Mund (Xerostomie): Der Mund fühlt sich klebrig und trocken an. Im Sympathikus-Modus wird die Speichelproduktion zugunsten anderer Organe drastisch reduziert. 
Häufiger Harndrang (Reizblase): Das ständige Bedürfnis, die Toilette aufzusuchen. Die muskuläre Anspannung im Beckenboden reizt und verengt die Blase. 
Schwitzen (Hyperhidrose): Ausbruch von kaltem Schweiß ohne körperliche Anstrengung. Eine typische vegetative Angstreaktion, die evolutionär der Kühlung des Körpers diente. 

Wichtig zu wissen: Diese Symptome sind nicht eingebildet. Sie sind oft nachvollziehbare Reaktionen eines überlasteten Nervensystems.
Gleichzeitig gilt: Neue, unklare oder medizinisch nicht abgeklärte Beschwerden sollten ärztlich untersucht werden. 

Haben Sie sich in dieser Liste wiedererkannt und möchten lernen, wie Sie Ihr Nervensystem gezielt wieder beruhigen können? 

Gefunden, was Sie betrifft? Hier geht es zu den Vertiefungsseiten:  

Akute Panikattacken – Wenn der Körper Alarm schlägt

Herzrasen, Atemnot, das Gefühl zu sterben oder die Kontrolle zu verlieren. Panikattacken sind keine Einbildung – sie sind eine messbare Fehlzündung des Nervensystems. Erfahren Sie, was in Ihrem Körper passiert, wie Sie eine akute Welle unterbrechen – und was der Angehörigen-Leitfaden bietet, wenn Sie Ihrer Familie erklären möchten, was mit Ihnen passiert. 

Körperliche Daueranspannung – Wenn die Muskeln nie loslassen

Nacken wie Beton, Kiefer zusammengebissen, Schultern bis zu den Ohren. Körperliche Daueranspannung ist oft
das erste sichtbare Zeichen einer inneren Unruhe, die sich im Körper festgesetzt hat.
Lernen Sie die 8 Frühwarnsignale und die Innere-Ampel-Methode kennen. 

Chronisches Sorgenkreisen – Das Grübeln stoppen

„Was, wenn etwas passiert?“ – der Kopf produziert Katastrophenszenarien am laufenden Band. 
Sie schlafen schlecht, sind ständig in Alarmbereitschaft. Auf dieser Seite finden Sie auch den Selbsttest „Bin ich zu empfindlich oder bereits überfordert?“ 

Gesundheitsangst – Wenn Dr. Google nicht mehr hilft

Jedes Ziehen wird gegoogelt, jeder Herzschlag überwacht. Die Angst vor einer schweren Erkrankung bestimmt den Alltag – trotz ärztlicher Entwarnung.
Auf dieser Seite finden Sie auch den Sorgen-Check mit konkreter Auswertung. 

Biofeedback-Therapie – Wenn Zahlen Sicherheit greifbar machen

Manche Menschen profitieren davon, körperliche Stressreaktionen nicht nur zu spüren, sondern sichtbar zu sehen. 
Mit Biofeedback werden zum Beispiel Atemmuster, Muskelanspannung oder Herzratenvariabilität am Bildschirm rückgemeldet.
Das kann helfen, Regulierung gezielt zu lernenNach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Biofeedback (DGBfb)


Walk-and-Talk-Therapie in Seewald-Schernbach bei Freudenstadt – Bewegung als Teil der Angsttherapie im Nordschwarzwald.
Manchmal hilft Bewegung mehr als Grübeln: Walk-and-Talk auf den Wegen rund um Schernbach.

Wenn körperliche Regulation allein nicht erreicht wird

Vielleicht kennen Sie das: Eine Übung hilft im Moment – ​​und trotzdem kehrt die Angst immer wieder zurück. Dann reicht reine Akutregulation manchmal nicht aus. 
In solchen Fällen schauen wir genauer hin: Welche Muster halten die Angst aufrecht? Gibt es alte Erfahrungen, chronische Überforderung, hohe Reizoffenheit oder andere Hintergründe, die Ihr System dauerhaft in Alarm halten? Genau dort beginnt die Brücke von Symptomhilfe zu echter Veränderung.

Wenn die Angst keinen klaren Auslöser hat – mögliche Hintergründe

Kurz erklärt: Manchmal lässt sich für die Angst kein konkreter Auslöser in der Gegenwart finden. 
Manchmal reagiert der Körper auf dauerhafte Überforderung, auf alte Beziehungserfahrungen,
auf antrainierte Alarmmuster oder auf lang anhaltenden Stress. 

Das ist eine mögliche Erklärung – keine Schuldzuweisung und nicht die einzige Ursache. 
Menschen sagen: „Eigentlich müsste doch alles in Ordnung sein – warum ist mein Körper trotzdem ständig angespannt?“ Genau diese Diskrepanz ist oft wichtig. 


Viele Menschen sagen: „Ich habe doch eigentlich keinen Grund, Angst zu haben.“ Und genau das ist der Schlüssel. 
Manchmal hat das Nervensystem über lange Zeit gelernt, schnell auf Unsicherheit zu reagieren. Das kann mit frühen Erfahrungen zusammenhängen, mit chronischer Überlastung, mit Reizoffenheit durch ADHS oder Autismus, mit mangelnder Sicherheit in Beziehungen oder mit Lebensphasen, in denen zu viel zu lange getragen werden musste. 


Wichtig ist mir: Nicht jede Angst ohne klaren Auslöser ist ein Trauma. Aber manchmal lohnt sich ein traumasensibler Blick, wenn die Angst sehr tief sitzt, kaum nachlässt oder sich mit reiner Selbstregulation nur oberflächlich beeinflussen lässt. 


In der PITT®-Arbeit nach Prof. Dr. Luise Reddemann es nicht darum, Sie mit belastenden Erinnerungen zu überfluten. Es geht zunächst um Stabilisierung, innere Sicherheit und darum, Ihrem System neue Erfahrungen von Schutz, Orientierung und Selbststeuerung zu ermöglichen. 

Ein Schocktrauma ist ein einzelnes, klar erinnertes Ereignis (Unfall, Überfall). Ein Bindungs- und Entwicklungstrauma entsteht schleichend – durch wiederholte Erfahrungen von Unsicherheit, Vernachlässigung oder emotionaler Kälte in der Kindheit. Es hinterlässt keine klare Erinnerung, aber eine dauerhaft erhöhte Alarmbereitschaft des Nervensystems. 

Nein. Gute Traumatherapie arbeitet nicht über Konfrontation um jeden Preis, sondern über Stabilisierung zuerst. Wir gehen nur so tief, wie es sich für Sie sicher anfühlt – immer. 

Ja. Therapeutische Gespräche, Psychoedukation, Körperübungen bringen bereits viel Entlastung. Trauma-Arbeit ist eine Option, wenn die akute Angst stabilisiert ist – kein Muss. 

Warum klassische Angstbehandlung bei ADHS und Autismus sorgfältig angepasst werden muss

Klassische Angstbehandlung arbeitet häufig mit Konfrontation: Menschen sollen angstauslösende Situationen schrittweise aufsuchen, bis das Nervensystem sich daran gewöhnt. Für viele ist das hilfreich. Bei ADHS oder im Autismus-Spektrum kann dieses Vorgehen aber an Grenzen stoßen – besonders dann, wenn eine hohe sensorische Reizempfindlichkeit/ Reizoffenheit mit im Spiel ist.

Neonlicht, Geräusche, Gerüche, Enge, Menschenmengen: Was für andere nur unangenehm ist, kann für ein reizoffenes Nervensystem schnell zu echter Überlastung werden. Die Angst entsteht dann nicht nur durch Gedanken, sondern auch durch eine konkrete sensorische Überforderung. 

Deshalb arbeite ich in solchen Fällen nicht mit starrem „Augen zu und durch“, sondern mit individueller Anpassung: Reizniveau senken, Sicherheit erhöhen, Belastung dosieren und nur so viel Konfrontation, wie Ihr System tatsächlich verarbeiten kann. 

Auf einen Blick: 
Angst ohne erkennbaren Auslöser hat ihre Wurzel mitunter in frühen Prägungen –  ist aber keine generelle Erklärung.
Das ist eine Erklärung, keine Schuldzuweisung. Traumasensible Arbeit geschieht immer über Stabilisierung – nie über Druck. 

Mein Ansatz: methodenübergreifend & wissenschaftlich fundiert

Kurz erklärt: Angststörungen lassen sich selten mit einer einzigen Methode lösen. 
Deshalb verbinde ich mehrere therapeutische Zugänge – körpernah, systemisch, alltagsbezogen und traumasensibel. 

Systemische Therapie (DGSF-zertifiziert):

Zusammenhänge verstehen, Ressourcen sichtbar machen, Muster im Lebenskontext einordnen

Traumatherapie nach PITT® (Luise Reddemann)

Stabilisierung und behutsame Arbeit mit tiefer sitzender Alarmbereitschaft

Körperarbeit & Biofeedback (nach DGBfb):

Belastungsreaktionen wahrnehmen und gezielt beeinflussen– NeXus-10 Mark II Equipment. In meiner Praxis nutze ich Biofeedback nicht nur als Technik, sondern als Unterstützung für Verstehen und Selbststeuerung. 

Elemente der KVT:

Vermeidung abbauen, Sicherheit erweitern, neue Handlungsspielräume entwickeln


Was in der ersten Stunde passiert – damit Sie wissen, was Sie erwartet

Viele Menschen zögern, weil sie nicht wissen, was auf sie zukommt. Deshalb hier ein kleiner Überblick: 

  1. Ankommen: Kein Formular, kein Test. Erst ankommen. Ruhige Praxis in Seewald. 
  2. Ihre Schilderung: Sie erzählen, was Sie beschäftigt – in Ihrem Tempo. Ich höre zu. 
  3. Erste Einordnung: Ich erkläre in einfachen Worten, was ich höre und was physiologisch dahinterstecken könnte. 
  4. Gemeinsamer Ausblick: Was könnte helfen? Was wollen Sie ausprobieren? Sie entscheiden, ob Sie wiederkommen. 

→ Kein Druck. Kein Überreden. Kein „Sie müssen jetzt sofort tief gehen“. Erst einmal verstehen, was los ist. 

Das klären wir gemeinsam im Erstgespräch. Viele Menschen haben keine „reine“ Form, sondern Mischbilder – zum Beispiel Panik plus Daueranspannung oder Sorgenkreisen plus körperliche Symptome. Die genaue Einordnung hilft, den passenden Einstieg zu wählen.  

Ja – das ist das Ziel der Therapie. Nicht ein Leben ohne Angst (Angst ist menschlich und nützlich), sondern ein Leben, in dem die Angst Sie nicht mehr steuert. Viele Klientinnen und Klienten berichten, dass sie nach einigen Sitzungen wieder Dinge tun können, die sie lange gemieden hatten. 

Auf einen Blick: 

Angst betrifft Denken, Körper, Gefühle und Alltag.
Deshalb arbeite ich methodenübergreifend – nicht nach einem starren Schema. 

→ Neugierig, wie das für Sie konkret aussehen könnte?


Wie sicher fühlen Sie sich gerade? Das Sicherheits-Barometer

Kurz erklärt: Angst und Sicherheit sind kein Schalter – sie sind ein Spektrum.
Das Barometer hilft Ihnen, Ihren aktuellen Zustand wahrzunehmen. Kein Richtig oder Falsch, keine Bewertung. 

Bevor Sie Hilfe suchen, lohnt sich oft eine einfache Frage: Wie sicher fühle ich mich gerade – auf einer Skala von 0 bis 10? 
Schieben Sie den Regler auf Ihren aktuellen Wert. Das Tool zeigt Ihnen sofort, was dieser Wert für Ihr Nervensystem bedeutet – und einen konkreten ersten Schritt. 

„Niedrige Werte sind kein Versagen. Sie zeigen, dass Ihr Nervensystem gerade Sicherheitssignale braucht.“ 

Angst und Sicherheit sind keine Schalter – sie sind ein Spektrum. Diese kurze Übung hilft Ihnen, Ihren aktuellen Zustand wahrzunehmen.
Stellen Sie sich eine Skala von 1 bis 10 vor (10 = völlig sicher und ruhig, 1 = extreme Angst und Panik).
Auf welcher Zahl stehen Sie gerade?
5 Zwiespalt
1 – Extreme Angst 10 – Völlig sicher
Sie können den Wert jederzeit anpassen

Niedrige Werte sind kein Versagen. Sie zeigen, dass Ihr Nervensystem gerade in Alarmbereitschaft ist – und dass es Zeit ist, ihm Sicherheitssignale zu senden.

Nebel und Hoffnung – Morgen in Seewald-Schernbach im Nordschwarzwald. Symbol für Angst überwinden und Neuanfang.
Auch wenn der Nebel dicht ist: Die Sonne ist da. Ein Moment der Ruhe im Nordschwarzwald.

Der erste Schritt – kurz erklärt

Keine Überweisung erforderlich 

Selbstzahlerpraxis 

Erstgespräche oft zeitnah möglich 

Praxis in Seewald-Schernbach bei Freudenstadt 

Alle Details zu Kontakt, Ablauf und Honorar finden Sie hier: 

  • Anonymität: Im ländlichen Nordschwarzwald ist Anonymität ein echtes Thema. Meine Praxis liegt abseits – kein Wartezimmer voller Bekannter. 
  • Bei Schnee oder weiten Wegen: Online-Therapie als vollwertige Alternative – professionelle Video-Sitzungen für den gesamten deutschsprachigen Raum. 
  • Kostenlose Parkplätze direkt an der Praxis, barrierefrei 

→ Bereit für den ersten Schritt? 

Viele Klientinnen und Klienten aus dem Raum Freudenstadt, Baiersbronn und Nagold berichten,
dass schon ein erstes Gespräch entlastet – weil sie endlich verstehen, was in ihrem Körper passiert.

Die Angst hat nicht mehr das letzte Wort“ – Erfahrungsbericht

„Drei Jahre lang habe ich mich durch den Alltag gekämpft. Jeden Morgen die Frage: Schaffe ich es heute zur Arbeit, ohne dass die Panik kommt?
Jede Autofahrt ein Risiko. Jeder Supermarktbesuch eine Überwindung. Ich habe funktioniert – bis es nicht mehr ging. 

Bei Frau Kunze war es von Anfang an anders. Sie hat mir erklärt, was in meinem Körper passiert – und plötzlich ergab alles Sinn. Ich bin nicht verrückt. Mein Nervensystem ist auf Daueralarm. 

Heute habe ich Werkzeuge, mit denen ich regulieren kann. Die Angst ist nicht weg. Aber sie hat nicht mehr das letzte Wort.“ 

– Clara M., 38, Region Freudenstadt 

FAQ – Häufige Fragen zu Angst & Panik

Wie kann ich Angstzustände loswerden?

Der erste Schritt ist Verstehen: Angstzustände sind keine Fehlfunktion, sondern ein überaktiviertes Schutzsystem. Mit Psychoedukation, Körperübungen und therapeutischer Begleitung lässt sich die Regulationsfähigkeit des Nervensystems dauerhaft stärken. Der zweite Schritt: Vermeidung aufbrechen – denn je mehr Sie meiden, desto größer wird das Angstnetz. 

Innere Unruhe – was steckt dahinter und was hilft?

Innere Unruhe ist oft das erste körperliche Signal eines überreizten Nervensystems – kein Zeichen von Schwäche. Das Nervensystem steckt im Sympathikus-Modus (Daueralarm) fest und findet nicht in den Ruhezustand zurück. Regulationsübungen (verlängerte Ausatmung, Erdung, Biofeedback-Methode) helfen direkt am Ursprung. Zudem ist ein gute Diagnostik hinsichtlich der Ursachen wichtig.  

Was tun gegen Angst – sofort und akut?

Drei Techniken, die das Nervensystem am schnellsten beruhigen: 1. Verlängerte Ausatmung (4 Sek. ein, 6 Sek. aus). 2. 5-4-3-2-1-Erdung (5 Dinge sehen, 4 hören, 3 fühlen). 3. Kaltes Wasser über die Handgelenke. Wichtig: Diese Techniken helfen im Akutfall – sie ersetzen keine längerfristige Arbeit an den Wurzeln. Einen vollständigen Notfallkoffer finden Sie auf der Panikattacken-Seite. 

Wie finde ich heraus, ob es sich um eine Angststörung handelt?

Das wichtigste Kriterium ist der Leidensdruck und die Einschränkung im Alltag: Schlafen Sie schlecht, vermeiden Sie Situationen, verliert die Angst keine Kraft ohne Therapie? Dann lohnt sich ein Erstgespräch.  

Angst und Panik – was ist der Unterschied?

Angst ist meist ein anhaltender Hintergrundton – diffus, allgegenwärtig, oft ohne konkreten Auslöser. Panik trifft anfallsartig und heftig: Sie erreicht innerhalb von Minuten ihren Höhepunkt und klingt meist nach 10–20 Minuten ab. Viele Menschen erleben beides – die genaue Einordnung klären wir gemeinsam im Erstgespräch. 

Brauche ich eine Überweisung vom Hausarzt?

Nein. Als Heilpraktikerin für Psychotherapie arbeite ich in einer Privatpraxis. Sie können direkt einen Termin vereinbaren – ohne Wartezeit, ohne Überweisung, ohne Diagnose in der Krankenakte. Das ist besonders relevant für Menschen, die auf Verbeamtung warten oder deren Versicherung keine Einträge erlaubt. 

Was macht die Nordschwarzwälder Praxis besonders?

Ruhe und Natur als therapeutische Ressource: Seewald-Schernbach liegt abseits der Hektik – kein Wartezimmer voller Bekannter, keine Großstadt-Anonymität nötig. Biofeedback-Equipment (NeXus-10 Mark II). Walk-and-Talk als Alternative zum Sitzen. Und: Online-Therapie als vollwertige Option bei Schnee oder weiten Wegen. Dies sind optionale unterstützende Elemente.

Der Nordschwarzwald-Faktor: Reizarmut der Natur als Co-Therapeut

Seewald-Schernbach liegt abseits der urbanen Stressfaktoren von Städten wie Stuttgart, Karlsruhe oder Pforzheim. Die reizarme Umgebung im Nordschwarzwald ist kein reines Marketing-Argument, sondern ein handfester neurobiologischer Vorteil.  
Sie ermöglicht es uns, die Praxisräume zu verlassen und die körperliche Regulation beim „Walk & Talk“ auf den Waldwegen rund um Schernbach direkt in der Bewegung zu verankern. Die Natur des Landkreises Freudenstadt fungiert hier als direkter, beruhigender Ankerplatz für Ihren Vagusnerv. 

Hinweis: Ich arbeite im Rahmen der Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde, beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie (§1 HeilprG). Diese Seite ersetzt keine ärztliche Diagnose. 

Bei akuten Krisen: Telefonseelsorge 0800 111 0 111 (kostenlos), Bereitschaftsdienst 116 117, Notruf 112. 

Quellen & Literatur 

¹ Porges, S. W. (2011). The Polyvagal Theory. W. W. Norton & Company. porges.net 
² Reddemann, L. (2011). PITT® – Das Manual. Klett-Cotta. luise-reddemann.de 
³ DGPPN (2024): Basisdaten Psychische Erkrankungen in Deutschland
⁴ RKI (2025): Journal of Health Monitoring 4/2025 – DOI: 10.25646/11885
⁵ Goessl et al. (2021). HRV-Biofeedback bei Angst. Psychological Medicine, 51(3). DOI: 10.1017/S0033291719003354 
⁶ Hunger-Schoppe et al. (2022). Integrative systemic therapy for social anxiety. Frontiers in Psychology, 13. DOI: 10.3389/fpsyg.2022.867246 
⁷ Szuhany & Simon (2022). Anxiety Disorders: A Review. JAMA, 328(14). DOI: 10.1001/jama.2022.19028